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Jessica Kastrop beim SUPERillu-Termin in den Sky-Studios
N. Kuzmanic/SUPERillu
Jessica Kastrop
Die Tooor!!!-Frau von Sky

Sie ist ballverliebt, jede Woche im Fußballstadion und steht auf den FC Kaiserslautern: Jessica Kastrop (37) ist die Frau für alle Bälle beim Bezahlsender Sky

Redaktion
on 26. Mai 2017

Welche Pannen gab's bei Ihnen?

Was dicke Versprecher angeht, zum Glück keine. Natürlich macht man Fehler, verrechnet sich mal in der Tabelle oder so. Ich hab mal ein Tor verpasst, kurz vor Schluss. Da bin ich dann zum damaligen Trainer von Kaiserslautern und hab von einer 0:3-Niederlage gesprochen. Bis er mir klarmachte, dass sie doch 1:3 verloren hätten.

Gibt's Interviewpartner, die Sie besonders mögen, oder welche, die Sie gar nicht abkönnen?

Klar, aber ich nenne keine Namen. Nur so viel: Ich stehe auf Typen, die authentisch sind. Die offene und ehrliche Antworten geben, auch wenn es unbequeme Wahrheiten sind.

Namen, bitte!

Okay, Jürgen Klopp ist so einer. Ein sehr angenehmer und toller Gesprächspartner. Aber der kann auch ganz schön austeilen! Außerdem ist er ungeheuer schlagfertig.

Welche Spiele der Frauen-Fußball-WM haben Sie gesehen?

Alle Spiele der deutschen Mannschaft und das Finale.

Wie analysiert die Fußballfachfrau den Frauenfußball?

Ich fand ihn weitaus athletischer und schneller, als ich dachte.

Ein Wort zum frühen Aus der DFB-Elfen?

Man hatte den Eindruck, dass die gar nicht geglaubt haben, dass ein Ausscheiden überhaupt möglich ist. Das hat ja irgendwie keiner geglaubt. Ich hab im Vorfeld gewarnt: Freunde, wir tun ja alle so, als hätten wir den dritten WM-Titel quasi im Abo.

Was kann man mitnehmen von der WM?

Für mich gab es schon eine Art gesellschaftlichen Ruck. Alle standen plötzlich hinter den Frauen. Das Eröffnungsspiel, das war doch sensationell. Und alle Beteiligten waren Frauen - Spielerinnen, Betreuerinnen, Schiedsrichterinnen - dazu die vielen weiblichen Fans unter den Zuschauern. Diese Bilder hatten hohe Emotionalität und haben sich eingeprägt. Und tragen vielleicht dazu bei, dass junge Frauen jetzt nicht nur in Castingshows rennen, um schnell berühmt zu werden, sondern sich Sportlerinnen als Vorbilder nehmen.

Wie beurteilen Sie das Gerangel um Michael Ballacks Abschied?

Ich finde es - als Fußballfan - einfach schade, dass ein so großer und verdienter Fußballer dieses Landes so von der Bühne abtritt. Wer daran jetzt schuld ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich kann nur sagen: Wer auf Granit stößt, sollte nicht noch zubeißen ...

Meinen Sie Ballack oder Löw?

Beide!

Ihre Einschätzung zu den ostdeutschen Vereinen, die in der zweiten Liga spielen?

Es ist super, dass jetzt fünf Clubs die Chance haben, mit einem Aufstieg wieder erstklassig zu werden. Da hat sich viel getan. Nehmen wir das Beispiel Cottbus. Was Pele Wollitz da geleistet hat - Respekt! Er hat viele junge Spieler integriert und eine Mannschaft geformt, die konkurrenzfähig ist. Oder Rostock: Die wären wegen ihrer Finanzprobleme fast in der Versenkung verschwunden. Heute sind sie wieder da und haben eine Jugendarbeit, die ist fantastisch!

Am 5. August startet die Bundesliga. Wer wird Meister?

Ich zitiere Jürgen Klopp: Haushoher Favorit ist Bayern München!

Ich kann's Ihnen nicht ersparen - wir müssen noch über Ihren Hinterkopf sprechen ...

Nur zu ...

Das Video, in dem Sie beim Spiel Mainz-Stuttgart vor laufender Kamera „abgeschossen werden“, ist weltweit ein Renner bei YouTube ...

... und hat mich quasi „berühmt“ gemacht. Es gibt viele, die meinen Namen nicht kennen, aber das Video, wo die Blonde vor laufender Kamera den Ball an die Birne kriegt, das wurde weltweit mehr als 20 Millionen Mal angeklickt!

Jessica Kastrop mit Fredi Bobic
Sky

Kopfball: Live im TV trifft Jessica (mit Fredi Bobic) der Ball am Hinterkopf. Das Video ist auf YouTube der Renner

Und jeder fragt Sie danach. Nervt das?

Ich wär doch blöd, wenn ich mich über etwas aufrege, das mich so bekannt gemacht hat.

Das hat sicherlich höllisch weh getan?

Natürlich! Wenn dir Khalid Boulahrouz mit Mach3 so'n Ding an die Rübe semmelt, dann tut das verdammt weh.

Wann haben Sie die Szene zum ersten Mal selbst angeschaut?

Ich hab mittwochs mit meiner Nachbarin Champions-League-Qualifikation geguckt - Sampdoria Genua gegen Bremen oder umgekehrt - und ich erzählte ihr, was mir passiert ist. Sie wollte es natürlich sofort angucken. Haben wir dann im Internet auch gemacht ...

Und wie wars?

Ganz ehrlich - wir haben uns kaputt gelacht!

Redaktion
on 26. Mai 2017

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