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Erfolgsfrau Inka Bause
D. Bartling
Inka Bause
Exklusiv-Interview: "So bin ich privat"

Bei RTL ist Inka die Super-Spürnase: Sie sucht Frauen für Bauern, Papas für Mamas und neue Wohnungen für Familien. Sie selbst sucht nach nichts, ist wunschlos glücklich. Auch ohne Mann an ihrer Seite

Redaktion
on 22. Mai 2017

Im SUPERillu-Interview verrät die quirlige Berlinerin warum.

Am 17. Juni startet die fünfte Staffel der Makler-Doku „Unser neues Zuhause“. Wie vielen Familien haben Sie denn mittlerweile zu einer neuen Bleibe verholfen?

Oh, das hab’ ich noch gar nicht gezählt. Müsste man mal hochrechnen: fünf Staffeln, zehn Folgen, zwei Geschichten pro Folge ... Das heißt, wir haben etwa 100 Familien bisher glücklich gemacht.

Und war mal eine Wohnung, ein Haus dabei, in das Sie sich selbst sehr verliebt haben?

Ich bin ja so ein Bungalow-Freund. Da stand ich schon ein, zweimal davor und hab’ gedacht: „Och, das ist aber schön. Das wäre genau das Richtige für meine Tochter und mich.“ Der stand nur immer in der falschen Gegend ... Ich denk sowieso öfter mal: „Wenn das Haus in Berlin stehen würde, würde ich da sofort einziehen.“ Denn so schön ein Ferienhaus mit Terrasse in der Türkei oder in Südafrika auch ist - dort hab’ ich meine Familie, meine Freunde nicht um mich. Also was soll ich da, am Ende der Welt?

Gibt es eine Suchaktion, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Ja, die gibt es. In der fünften Staffel kümmern wir uns zum zweiten Mal um eine Familie mit drei Kindern, die wahnsinnig große finanzielle und auch gesundheitliche Probleme hat. Da hat eigentlich jeder in der Familie eine Krankheit - das reicht von Multiple Sklerose bis zu Asthma. Und dieser Familie hatten wir vor zwei Jahren eine ganz tolle Parterrewohnung mit Garten besorgt, in die wir sogar noch eine neue Küche einbauen ließen. Doch jetzt wurde diese Familie von dem Vermieter wegen Eigenbedarfs rausgeklagt. Der Vermieter hatte wohl selbst Probleme in der Familie und brauchte diese Wohnung. Aber das war für unsere Familie eine Katastrophe. Die waren so glücklich mit dieser tollen und doch bezahlbaren Wohnung und wussten, dass sie ohne Hilfe etwas Vergleichbares nicht wieder finden. Und deshalb haben wir uns den Fünf ein zweites Mal angenommen. Ohne uns wären die aufgeschmissen gewesen. Denn wenn das Fernsehen dahinter steht, hat man beim Vermieter oder beim Makler einen ganz anderen Leumund. Jetzt wohnen sie wieder sehr schön und mich macht es unheimlich glücklich, dass wir da helfen konnten. 

Inka Bause bei der Goldenen Henne 2008
SUPERillu

Da strahlt sie: 2008 bekam Inka die Goldene Henne überreicht

Sie suchen ja nicht nur in Deutschland nach Immobilien - sondern auch in Kapstadt, der Türkei oder auf Mallorca ...

Ja, das sind meist Leute, die wir unterstützen eine Ferienwohnung in diesen Gebieten zu finden. Mein Team und mich haben solche Geschichten natürlich sehr gefreut, da wir dann mal kurz dem tristen Winter in Deutschland entfliehen konnten. Das ist ein netter Beigeschmack dieses Jobs.

Könnten Sie sich auch vorstellen, ins Ausland überzusiedeln oder zumindest ein Ferienhaus irgendwo zu kaufen?

Nein, überhaupt nicht. Ich würde ja nicht mal nach Köln zu meinem Sender ziehen, obwohl ich da viel mehr Freizeit hätte. Aber ich habe hier mein Umfeld - meine Mama lebt nur zehn Minuten von mir weg, der Vater meiner Tochter lebt hier, meine Freunde sind hier. Ehe mir nicht einer die Pistole an die Schläfe setzt und mich zwingt, Berlin zu verlassen, weil ich sonst nie wieder auch nur einen Euro verdienen würde, dann mach’ ich das nicht. Ich liebe diese Stadt einfach viel zu sehr ... Ich könnte mir auch nicht vorstellen, eine Ferienwohnung irgendwo im Ausland zu kaufen. Da würde ich das Geld lieber zum Reisen rund um den Globus nutzen. Eine Ferienwohnung legt das Reiseziel doch immer schon so fest.

Inka und Mutter Angret Bause
AGENCY PEOPLE IMAGE

Die Bindung zu Mutti Angret ist eng. Die beiden leben nur 10 Minuten voneinander weg

Ich versuch’ mal die Perspektive Ihrer Zuschauer einzunehmen: Sie sind ja berühmt und müssen deshalb ganz sicher in einer pompösen Villa im Promiviertel Grunewald leben ...

Ich lebe schon mal nicht im Grunewald. Ich als alte Ostbirne lebe natürlich in Ost-Berlin. Ich hab’ mich nicht mal kurz nach der Wende getraut, in den Westen zu ziehen, obwohl es damals im Osten kaum schöne Wohnungen gab. Aber die Stadt ist so groß, das war mir unheimlich. Da bin ich lieber geblieben, wo ich bin - im Nordosten Berlins. Und heute genieße ich das sehr, alle meine Lieben in der Nähe zu wissen ... Außerdem kann ich doch von meiner Mutter oder dem Vater meiner Tochter nicht verlangen, nur weil Frau Bause mal Bock hatte, in den Grunewald ziehen, weil da die Hautevolee wohnt, eine Stunde durch die Stadt zu gurken, um meine Tochter abzuholen oder zu bringen.  

Gewähren Sie uns einen Blick durchs Schlüsselloch? Wie leben Sie?

Ich wohne ganz unspektakulär: in einer schönen Mietwohnung, in einer ruhigen Gegend mit einem See in der Nähe. 

Was ist Ihnen an einem Zuhause wichtig, dass Sie sich richtig wohl fühlen?

Es sollte nicht gerade eine Straßenbahnhaltestelle vor der Tür sein. Ich möchte ein schönes, ruhiges Umfeld. Wo sich sowohl meine Tochter als auch mein Hund wohlfühlen und keine Angst haben müssen. Ansonsten möchte ich es im Winter warm haben und gemütlich sollte die Wohnung sein. Das ist eigentlich alles. Ich brauch’ keine 500 Quadratmeter-Luxus-Bude mit fünf Gästetoiletten. 

Das klingt recht bescheiden ...

Bescheiden würde ich es nicht nennen - eher normal. Jeder setzt ja andere Prioritäten. Andere stecken ihr Geld in eine Riesenwohnung mit allem Pipapo, ich geh’ dafür wahrscheinlich viel zu oft essen. Da sagen sicher auch einige: „Wieso kocht die nicht öfter und schmeißt ihr Geld in Restaurants zum Fenster raus?“ Aber ich bin nun mal ein Genießer: Ich sitz’ gern mal in einem Café oder Lokal und lass’ es mir gut gehen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen! Für mich ist das eben wichtiger, als mein Schloss zu putzen und auf drei Hausmeister aufzupassen, die meinen Wohlstand organisieren.

Inka Bause und Ingrid Reith
SUPERillu

Ingrid Reith ist nicht nur Inkas Managerin, sondern auch die beste Freundin

Ich hab gelesen, dass Sie von sich sagen, recht spießig zu sein - sie mögen Unordnung nicht und haben immer frische Blumen im Haus ...

Unordnung ist ja relativ. Das merke ich auch manchmal beim Dreh von „Unser neues Zuhause“. Da steh’ ich manchmal in Wohnungen, wo’s mir fast die Schuhe auszieht und frag’ mich, wie man so leben kann ... Ich persönlich mülle mich nicht so gern ein und mag es lieber ordentlich. Ich sauge jeden Tag durch - schon weil ich einen Hund habe und achte darauf, dass meine Balkonkästen genug gewässert sind ... Und Gemütlichkeit setzt ja voraus, dass man da mal ein Bildchen zu hängen und da mal ein Blümchen zu stehen hat. Ob man das gleich spießig nennen kann ...? Ich glaube, spießig wäre ich, wenn ich andere Leute darauf aufmerksam machen würde, dass sie ihre Blumen mal wieder gießen müssten und mit dem Finger über ihre Schrankwand streichen würde ... Ich komme aus einem wahnsinnig toleranten Elternhaus. Ich lasse andere Menschen in Ruhe und will auch nicht, dass mir jemand in mein kleines Reich reinfummelt. Das kann man vielleicht spießig nennen.

Putzen Sie eigentlich selbst oder haben Sie eine Putzfrau?

Ich putze noch selbst - und meine Tochter hilft mit. Sie muss ihr Zimmer in Ordnung halten, den Müll raus bringen. Da hat sie feste Aufgaben.

Welche Hausarbeit hassen sie am meisten?

Also bügeln ist nicht so mein Ding. Ich bin ein Mensch, der nicht lange an einem Ort stehen kann. Ich brauch’ Bewegung. Deshalb ist Bügeln für mich eigentlich nur vor dem Fernseher zu ertragen. Da bin ich abgelenkt. Alles andere ist in Ordnung. Ich sauge gern, putz’ mein Bad gern. Was nicht heißt, dass es mich jedes Mal vor Freude zerreißt und ich händeklatschend in der Wohnung stehe und juble, dass heut’ Putztag ist.

Inka Bause als Fitnesstrainerin
D. Bartling/ZDF

Seit kurzem ist es amtlich: Inka gehört jetzt zur festen Crew des „Traumschiffs“ – als Fitnesstrainerin

Wie oft sind Sie in Ihrem Leben schon umgezogen?

Ich glaube etwa elf Mal. Aber das schließt auch zwei oder drei Umzüge mit meinen Eltern mit ein.  

Und wann sind Sie damals zuhause ausgezogen?

Das war früh, so mit 18.

Redaktion
on 22. Mai 2017

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