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© Ben Kriemann | ddp
Einblicke

Gisa Flake: Vielseitigkeit beim „Polizeiruf 110“

Als „Polizeiruf 110“- Kommissarin hat Gisa Flake meist wenig zu lachen. Zum Glück kann die facettenreiche Schauspielerin ihre heitere Natur in anderen Rollen zeigen.

Noch versichert Gisa Flake ihrem Freund Knud Riepen, dass sie im Sommer ein paar Tage am Stück auf ihrem Hausboot verbringen werden. Doch ob das wirklich klappt, ist fraglich. Denn die Schauspielerin, die zum zweiten Mal im „Polizeiruf 110“ als Kommissarin Alexandra Luschke im deutsch-polnischen Grenzgebiet ermittelt, hat so viel zu tun!

Frau Flake, Sie sind gut beschäftigt. Behalten Sie Ihr Hausboot trotzdem?

Ja, klar! Das ist unser Baby, das verkaufen wir nicht. Natürlich ist so ein Hausboot immer ein wenig „work in progress“ – so richtig fertig ist es nie. Wenn man eine Arbeit abgeschlossen hat, ist etwas anderes kaputt oder muss renoviert werden. Es fühlt sich tatsächlich wie ein Hausbau an – und das machen wir alles so nebenbei.

Auch in diesem Sommer ist die Zeit knapp. Sie stehen als Sängerin auf der Bühne...

Ich kündige es schon so lange an, aber nun ist es endlich so weit: Wir haben die Vorproben für „Messeschlager Gisela“ begonnen, eine Operette von Gerd Natschinski, inszeniert von dem wunderbaren Axel Ranisch. Auf der Bühne spiele ich Mode-Könnerin Gisela, Thorsten Merten Betriebsleiter Kuckuck. Die Vorstellungen sind, wegen Umbauarbeiten der Komischen Oper, in einem wunderschönen Art- Deco-Zelt am Roten Rathaus. Am 8. Juni ist Premiere – und ich freue mich riesig darauf.

© Christoph Assmann | rbb
Seit Ende 2023 spielt Gisa Flake die Cottbuser Kommissarin Alexandra Luschke. Das Team in Świecko ermittelt in unterschiedlichen Konstellationen: In „Schweine“ (21.3., 20.15 Uhr, ARD) spielt Flake mit Frank Leo Schröder.

Darüber hinaus zeigen Sie Ihr Talent in der ZDF-„heute-show“. Haben Sie in der Schulzeit schon andere zum Lachen gebracht?

Man glaubt es kaum, aber abseits der Bühne bin ich eher introvertiert. Ich habe eine Art Bühnenpersönlichkeit, habe mich schon als Kind auf der Bühne sicher und wohl gefühlt. Da konnte ich mich ausprobieren, durfte trotz meiner tiefen Stimme, die ich schon als junges Mädchen hatte, weiblich, sexy, stark und auch schwach sein. Der Klassenclown war ich nie, sondern Klassen- und Schulsprecherin. Ich habe mich für andere eingesetzt, mich auch mit Lehrern angelegt. Aus der Klasse geflogen bin ich, wenn überhaupt, weil ich über Witze der anderen gelacht habe.

Im nächsten „Polizeiruf 110“ wird viel Alkohol konsumiert. Hatten Sie schon mal einen Filmriss?

Das ist länger her. Aber ich kann mich daran erinnern, so mit 18, 19, mal aufgewacht zu sein und mich tierisch darüber aufgeregt zu haben, dass sich jemand in meinem Bad übergeben hatte. Dann habe ich realisiert, dass ich alleine wohne und die Schuldige mich im Spiegel zerstört anguckt... Früher hat man das besser weggesteckt. Mit meinem besten Freund von der Schauspielschule habe ich Nächte durchphilosophiert mit Wodka und Wein und morgens sind wir direkt um 8.30 Uhr zum  Afro-Dance gegangen, haben getanzt, sind kurz aufs  Klo und weiter ging‘s... Heute ist allein die Vorstellung unmöglich.