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Reiner Schöne und Frau Anja
J. Weyrich/SUPERillu
Schauspieler Reiner Schöne
Mein spätes Familienglück

Im Kinofilm „Die Teufelskicker“ spielt er den Großvater, im wahren Leben ist er Vater einer vierjährigen Tochter

Redaktion
on 31. Mai 2017

Er ist ein gestandener Schauspieler und ein erfolgreicher Liedermacher. Doch wenn Reiner Schöne über seine vierjährige Tochter Charlotte-Sophie spricht, ist er in erster Linie eines: ein begeisterter Vater! „Schon schön, wie fasziniert man von seinen Kindern sein kann“, lacht er. „Neulich habe ich meinen alten Freund Konstantin Wecker beim Einchecken in den Flieger getroffen. Wir hatten uns sicher 15 Jahre nicht gesehen. Und worüber haben wir den ganzen Flug lang geredet? Nur über unsere Kinder!“

Die Familie

Erst mit 64 wurde Reiner Schöne Vater: „Ich genieße es sehr - und freue mich, auch Zeit für mein Kind zu haben“, schwärmt er. „Nur eines ist schade: dass meine Mutter das nicht mehr erlebt hat! Sie hätte so gerne Enkel auch von mir gehabt.“ Doch er musste erst Lebensgefährtin Anja finden, um endlich eine Familie zu gründen. Mit ihr ist Reiner Schöne rundum glücklich. Auch der Altersunterschied von 38 Jahren ist kein Problem - zumindest nicht für die beiden. „In den ersten Wochen haben wir schon so merkwürdige Blicke gespürt“, erinnert sich Schöne. „Aber irgendwie scheinen die Leute sich daran gewöhnt zu haben.“

Lebenswege

Es hat einige Jahrzehnte und viele Wendungen des Lebens gebraucht, um an diesem Punkt anzulangen. Aufgewachsen in Weimar, floh Schöne 1968 nach einem Konzert in Berlin in den Westen, machte rasant Karriere, sogar jenseits des großen Teichs. Und wagte daher 1985 den nächsten Schritt: Schöne ließ sich in den USA nieder, stand mit Größen wie Lee van Cleef oder Clint Eastwood vor der Kamera. „Natürlich habe ich in den USA mit großen Stars gearbeitet“, so Schöne. „Aber ehrlich gesagt: Auch hierzulande haben wir ja wunderbare Schauspieler! Für mich ist es genauso schön, mit Armin Rohde zu drehen wie mit Clint Eastwood!“

Im Kino

Mit Rohde ist Schöne gerade im Kino zu sehen. In „Die Teufelskicker“, einem spektakulären Kinder- und Jugendfilm, spielt er einen Opa, der die Straßenfußballmannschaft seines Enkels trainiert. „Es hat riesigen Spaß gemacht mit den Kids“, sagt er. „Und der Film ist toll geworden: fantastische Stunts, eine umwerfende Optik! Ein Film für die ganze Familie!“

Reiner Schöne in seiner Rolle als Opa bei den Teufelskickern
Ufa Cinema

Spannung, Spaß & Stunts: In seinem aktuellen Film „Die Teufelskicker“ trainiert Reiner Schöne als Opa die Mannschaft seines Enkels

Heimat

Mit seiner eigenen Familie lebt Reiner Schöne inzwischen wieder in Deutschland. „Mit den USA habe ich abgeschlossen, jedenfalls vorerst“, so der Schauspieler. „In meinem Haus dort ist meine Ehe zerbrochen - und dann hat sich auch noch unser Haussitter in unserem Haus erschossen! Damit war der Traum, dort alt zu werden, zerstört.“ Heute wohnt die Familie in der Hauptstadt. „Ich fand Berlin eigentlich immer ein bisschen zu ruppig“, so Schöne. „Aber jetzt fühlen wir uns hier pudelwohl!“

Redaktion
on 31. Mai 2017

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