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Fanny Krug beim Interview
Y. Maecke/SUPERillu
Familie Krug in ihrem Berliner Einfamilienhaus
adolph press
Star–Interview: Fanny Krug
Einmal was Eigenes wagen

Manfred Krugs Tochter Fanny: Jahrelang stand die Sängerin zusammen mit ihrem berühmten Vater auf der Bühne

Redaktion
on 6. Juni 2017

Und hat dabei viel Neues über ihn erfahren, wie sie SUPERillu im Interview erzählt.

Sie wünschten sich im letzten Interview mit SUPERillu, einmal mit eigener Band und eigenen Texten aufzutreten. Hat sich’s erfüllt ?

Ja, mein Traum ist wahr geworden. Seit dem Sommer stehe ich mit eigenen Liedern und eigener Band auf der Bühne. Ich bin darüber sehr glücklich.

Was sind das für Lieder, die Sie singen ?

Es sind ganz persönliche Lieder, die meine Gedanken und Gefühle als Frau zum Ausdruck bringen. Ich habe in meinem Programm „Mädchengeflüster“ Dinge verarbeitet, die schon lange zurückliegen. Ich schrieb sie nachts in aller Stille, wenn meine achtjährige Tochter Philine bereits eingeschlafen war.

Sie tourten Jahre erfolgreich mit „Jazzin’ The Blues“ und Ihrem Vater Manfred Krug durchs Land. Warum wagen Sie es jetzt solo ?

Ich wollte mich als Sängerin freischwimmen, ganz Eigenes wagen. Außerdem stellte ich fest, dass es nur wenige Sängerinnen gibt, die Texte schreiben, und es reizte mich, deutsche Sprache mit Jazz zu kombinieren.

Saß Ihr Vater schon einmal im Publikum ?

Nein, aber es kann passieren, dass er sich spontan dazu entschließt und sich unter die Menge mischt.

Nervöser, wenn er auftaucht ?

Ich bin vor jedem Auftritt nervös. Das ist genetisch bedingt.

Heißt das, Manfred Krug kennt Lampenfieber ?

Ja, furchtbares. Er war nie cool, nie lässig. Fünf Jahre war ich seine Bühnenpartnerin. Ich weiß, wie es ihm vor einem Auftritt geht.

Haben Sie in jener Zeit Neues an Ihrem Vater entdeckt ?

Ja, ganze Teile seiner Persönlichkeit, die mir bis dahin verschlossen blieben. Zum Beispiel war mir nicht klar, wie präzise er in seinem Beruf ist. Ihn bei der Arbeit zu beobachten, war für mich eine Bereicherung.

Kannten Sie Ihren Vater vorher nicht gut genug ?

Ich bin 36 Jahre alt und bin doch schon lange aus dem Elternhaus raus. Doch plötzlich war ich mit meinem Vater wieder auf engstem Raum von früh bis spät zusammen, teilte mit ihm auch mal eine Garderobe, aß mit ihm Frühstück, schminkte mich in seiner Gegenwart - war ihm wie früher als Kind wieder ganz nah. Das war eine schöne und unglaublich wichtige Erfahrung für mich.

Auch für Ihren Vater ?

Das weiß ich nicht. Da müsste ich ihn schon bohrend fragen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft ?

Dass meine nächsten Konzerte, z. B. am 21.9. in der Berliner „Ultra Lounge“, gut laufen - und vielleicht einmal meinen Vater als Stargast.

Redaktion
on 6. Juni 2017

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