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In aller Freundschaft
MDR
In aller Freundschaft
Ein Herz und eine Seele: TV-Paare der Sachsenklinik

Die Fernseh-Paare der ARD-Erfolgsserie „Sachsenklinik” zeigen nur in SUPERillu, wie harmonisch Ost- und Westdeutschland zusammenwachsen können

Susi Groth
on 22. Mai 2017

Das ist wahre Zuneigung vom Feinsten: Mit exklusiven Fotos, die Sie so noch nie gesehen haben!

Sie knuffen sich in die Seite, kitzeln sich durch, flüstern sich freche Witze ins Ohr und lachen sich kaputt. Beim SUPERillu-Foto-Termin am Set von „In aller Freundschaft“ bekommt Fotograf Boris Trenkel den Eindruck, lauter fröhliche und verliebte Paare vor der Linse zu haben. Aber ehe jetzt Gerüchte entstehen - echte Liebe ist weder bei Thomas Rühmann und Hendrikje Fitz, weder bei Ursula Karusseit und Rolf Becker oder einem der anderen Paare im Spiel. Aber die Serienliebespaare bei der populären ARD-Serie, die sich ja nicht wie im echten Leben zufällig gefunden haben, sondern einander zugewiesen wurden, verbindet sehr viel Gemeinsamkeit, Sympathie und Spaß. Und das spürt man sofort.

Ost-West-Beziehungen

Sei es Zufall oder Absicht, aber jedes der Liebespaare in der Serie ist ein Ost-West-Konglomerat: Thomas Rühmann, Ursula Karusseit, Thomas Koch und Dieter Bellmann stammen aus der ehemaligen DDR. Ihre Serienpartner Hendrikje Fitz, Rolf Becker, Arzu Bazman und Jutta Kammann sind in Westdeutschland bzw. West-Berlin aufgewachsen. Nur Cheryl Shepard und Bernhard Bettermann, das frischeste Serienliebespaar, bilden eine kleine Ausnahme: Sie ist eine in der Schweiz aufgewachsene Amerikanerin, die heute in Leipzig lebt (und ganz vernarrt in die Stadt ist). Und er ist zwar in Paris geboren, in Köln aufgewachsen, aber seine Mutter stammt aus Dresden-Hellerau. Cheryl bringt’s auf den Punkt: „Das macht mich zum Wahl-Ossi. Und Bernhard zum Halb-Ossi. Wir sind also auch irgendwie ein Ost-West-Paar.“ Beide lachen.

Annäherung

Spürt man eigentlich 20 Jahre nach Mauerfall noch mentale Unterschiede zwischen den Darstellern aus Ost und West? Thomas Rühmann: „Eigentlich nicht. Hier ist das Zusammenwachsen sehr schnell vonstattengegangen. Und speziell Hendrikje ist mir sehr schnell eine gute Freundin geworden ...  Klar reden wir am Set auch über unsere verschiedenen Vergangenheiten. Vor allem in den ersten fünf, sechs Jahren nach Serienstart haben wir oft darüber gesprochen. Jetzt ist das nicht mehr so aktuell. Aber es ist doch auch ein gutes Zeichen, dass die Unterschiede kaum noch Thema sind.“ In der „Sachsenklinik“ ist also längst zusammengewachsen, was zusammengehört.

Verehrung

Neben dem Ehepaar Pia und Dr. Roland Heilmann alias Thomas Rühmann und Hendrikje Fitz gehört auch Cafeteria-Chefin Ursula Karusseit zur Besetzung der ersten Stunde. Seit die Serie 1992 startete, spielt sie Charlotte Gauss. Lange gehörte ihre Liebe Ehemann Friedrich Steinbach, gespielt von Fred Delmare, der jedoch in der Serie und später auch im echten Leben starb. In Folge 300 tritt dann Otto Stein (Rolf Becker) in Charlottes Leben, in den sie sich nach ersten Widerständen verliebt ... Rolf Becker war schon vor seinem Serieneinstieg ein großer Verehrer „der Karusseit“. „Schon zu Ostzeiten hab ich sie auf der Theaterbühne gesehen und fand sie großartig“, schwärmt der Schauspieler. „Usch war auch ein Grund, warum ich die Rolle in der Sachsenklinik angenommen habe.“

Warme Worte

Zu ihrem 70. Geburtstag am 2. August schrieb Rolf seiner Usch einen rührenden Geburtstagsgruß, der seitdem am schwarzen Brett am Set in Leipzig hängt. Hier (mit Erlaubnis der beiden) ein Auszug: „Was ich an Dir besonders mag, bin ich gefragt worden. Ich antworte gern darauf: Zuallererst und immer wieder - deine Augen. So jung, so wach, als finge das Leben erst an. Die Kunst, hat Picasso einmal gesagt, besteht darin, sich den Blick von Neugeborenen zu bewahren. Dazu Deine Offenheit, Deine Direktheit, Deine Schnörkellosigkeit, Deinen Humor. Kein Schnickschnack, kein Drumherumreden. Du spielst wie Du bist: mit beiden Füßen auf der Erde. Du sagst, was Du meinst und Du tust, was Du sagst. Machst nicht mehr als nötig, aber das Nötige überzeugt. Ach Usch, uns verbindet so viel. Fast täglich finden wir heraus, wen wir gemeinsam kennen, was wir, unabhängig voneinander, gesehen und erlebt haben. Ich hatte ja aufgrund mehrerer Westproduktionen in Prag und Budapest die Möglichkeit, relativ problemlos auch in die DDR reisen zu können, so wie heute als Wessi in den Osten. Das „Zusammenwachsen“ dauert ja immer noch an. Und ein wenig tragen wir spielend vielleicht dazu bei: Charlotte-Ost und Otto-West. Die Heirat steht noch aus ...“ Wahnsinnig gefreut hat sich Ursula Karusseit über diese Zeilen und erst mal mit Rolf eine Zigarette darauf geraucht. Ihrem gemeinsamen Ritual. Beim Team von „In aller Freundschaft“ in Leipzig ist der Name der Serie also nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera Programm - und das spüren die fünf bis sechs Millionen Zuschauer jede Woche.

Susi Groth
on 22. Mai 2017

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