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Karsten Kühn, Thomas Rühmann und Hendrikje Fitz
Krajewski/NDR/MDR
Drogenskandal um „IaF“-Star
Karsten Kühn: „Dieser Mist tut mir wahnsinnig leid“

In der beliebten Serie „In aller Freundschaft“ spielt er den braven Chefarzt-Sohn Jakob. Privat hat der 21-Jährige gerade gestanden, in einem Leipziger Haus Cannabis-Pflanzen gezüchtet zu haben

Redaktion
on 22. Mai 2017

Was hat er sich dabei nur gedacht, werden sich Fans der „Sachsenklinik“ gefragt haben, als am 8. September die Meldung durch die Medien ging: Schauspieler Karsten Kühn, der in der beliebten ARD-Serie „In aller Freundschaft“ (IaF) den vernünftigen Arztsohn Jakob Heilmann spielt, soll in einen Drogenskandal verwickelt sein!

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Die Polizei Westsachsen hatte nach dem Hinweis einer Anwohnerin in einem leerstehenden Gasthof in der Nähe von Oschatz eine Cannabis-Plantage mit 153 Pflanzen entdeckt. Daraufhin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Tatverdachts des unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln gegen Unbekannt eingeleitet. Im Zuge dessen stellte sich heraus, dass „IaF“-Star Karsten Kühn ein Mieter des alten Gasthofs „Zu den drei Linden“ war und immer wieder vor und in dem Gebäude gesichtet wurde. Öffentlich Stellung nehmen wollte Karsten Kühn anfangs nicht dazu. Bis der Druck der Medien und wohl auch seines Arbeitgebers Saxonia Media (produziert „IaF“) zu groß wurde ...

Erklärung

Kühns Anwalt Peter Manthey erklärte schließlich am 9. September per Presseerklärung: „Die Berichterstattung ist insoweit zutreffend, als dass die im Haus meines Mandanten beschlagnahmten Cannabispflanzen von ihm gepflanzt sind. Etwa ein Dutzend der Pflanzen waren in circa vier Wochen erntereif. Darüber hinaus wurden wertlose Stecklinge festgestellt. Mein Mandant hatte vor, die Pflanzen ausschließlich zum Eigenkonsum zu verwenden. Wir haben den Kontakt zur Staatsanwaltschaft und Polizei hergestellt und werden die Ermittlungen befördern. Mein Mandant bereut zutiefst, sich auf nicht legale Rauschmittel eingelassen zu haben.“

Entschuldigung

Auch Kühn meldete sich zu Wort und ließ ausrichten: „Die Sache war idiotisch. Der Mist tut mir wahnsinnig leid. Ich habe nicht gedacht, dass ich durch so eine Sache unser Team, mit dem ich aufgewachsen bin, und das zur zweiten Familie für mich geworden ist, in so ein schlechtes Licht stelle. Ich möchte mich bei allen, die ich jetzt enttäuscht habe, von ganzem Herzen entschuldigen. Ich werde mich bemühen, die Sache wieder gutzumachen und in Ordnung zu bringen.“

Verfahren

Ob das Verhalten von Karsten Kühn trotz seiner reuevollen Entschuldigung zum Ausstieg bei „IaF“ führt, bleibt abzuwarten. MDR-Sprecher Dirk Thärichen: „Der MDR kann sich zu den Vorwürfen gegen den Schauspieler Karsten Kühn aus der Serie „In aller Freundschaft“ zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Wir kennen keine weiteren Einzelheiten und warten zunächst die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen ab. Wir begrüßen jedoch ausdrücklich, dass sich Herr Kühn aktiv an der Aufklärung beteiligt und sein Handeln als großen Fehler eingesehen hat.“ Es wird eine Weile dauern, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Kühns Anwalt: „Die Pflanzen meines Mandanten werden derzeit bei der Polizei getrocknet und auf ihren THC-Gehalt (den Gehalt an psychoaktiven Cannabinoiden) getestet. Je nach Höhe wird über das Strafmaß entschieden. Ich rechne mit einer Bewährungsstrafe.“

Redaktion
on 22. Mai 2017

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