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Der spanische Wallach Chenuto in „Bibi und Tina 2“
M. Handelmann/SUPERillu
Lina Larissa Strahl und Lisa-Marie Koroll in Bibi und Tina
DCM Film
Coach Suzanne Struben trainiert mit Chenuto
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Regisseur Detlev Buck mit Lina Larissa Strahl
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Lina Larissa Strahl und Lisa-Marie Koroll auf „Amadeus“ und „Sabrina“
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Filmcrew von Bibi und Tina 2
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Rudi mit Besitzerin Bärbel Schuhte aus Nebra
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Kinoland Sachsen-Anhalt
Die echten Bibi und Tina

„Bibi und Tina“, die Geschichte um die kleine Hexe und ihre Freundin, war einer der erfolgreichsten Filme dieses Jahres. In Querfurt wurde u.a. gerade der zweite Teil gedreht. Wir waren am Set

Redaktion
on 23. Mai 2017

Fantastico ist ein freundliches Pferd. Es hat klare Augen, einen lustigen Pony und wenn es wiehert, klingt es, als würde es lachen. Zudem ist Fantastico stark und schnell. Millionen Mädchen lieben ihn, seitdem er im letzten Jahr eine der tierischen Hauptrollen in dem Kinderkino-Erfolg „Bibi & Tina“ (1,2 Millionen Zuschauer) gespielt hat.

 

Fantastico, der im Film dem bösen Herrn Kakmann – gespielt von Charly Hübner – gehört, heißt in Wahrheit Chenuto, ist ein reinrassiger Menorquiner und stammt von der spanischen Insel Mallorca. Er ist so etwas wie  der Antonio Banderas der Pferdewelt.Schön und als Schauspieler begehrt. Schon in den Kinofilmen „Die andere Heimat“ von Edgar Reitz und „Ostwind“ von Katja von Garnier spielte Chenuto Hauptrollen.

 

Jetzt steht der Wallach wieder vor der Kamera, und wieder spielt er Fantastico. Auf Schloss Vitzenburg bei Querfurt in Sachsen-Anhalt dreht Regisseur Detlev Buck (51), gerade den zweiten Teil von „Bibi & Tina“, der am 25. Dezember in die Kinos kommen soll.

 

„Das hast du gut gemacht“, sagt Suzanne Struben (50) und tätschelt dabei liebevoll den Hals des Pferdes. Sie ist Chenutos Besitzerin und  Trainerin. Mehrere Stunden hat ihr neunjähriger Wallach gerade an einer Filmszene gearbeitet: Stallbursche Ole, gespielt von Ivo Kortlang (20) will mit Fantastico – also Chenuto – abhauen, wird dabei aber von Bibi, Tina und ihrem Freund Alexander von  Falkenstein überrascht. Bibi hext die Stalltür zu, die Ole an den Kopf bekommt. Da Chenuto nicht immer das macht, was er soll, scherzt Regisseur Detlev Buck: „Wer hat hier am Set eigentlich das Sagen? Wohl die Pferde ...“

 

Chenutos Besitzerin Suzanne Struben ist zufrieden: „Er ist zwar noch mitten in der Ausbildung, beherrscht aber unzählige Tricks. Damit er auf einem Filmdreh keinen Frust hat, weil er auf etwas zu Fressen wartet, füttere ich ihn zu unregelmäßigen Zeiten. Er darf allerdings nicht zu viel essen, denn er ist von schwererer Statur. Chenuto kommt gut mit anderen Pferden klar, was für ein Filmpferd natürlich Voraussetzung ist.“

 

Struben, die früher die Hauptrolle im Pferdemusical „Zauberwald“ gespielt hat und heute die Agentur „Filmpferde.com“ betreibt, ist auch die „Horsemasterin“ des Film-Projekts. Sie hat die Pferde gecastet. Und wie bei den Menschen auch hat sie die Stars der Szene gebucht: Chico, ein spanischer Fuchs, der Tinas Pferd „Amadeus“ spielt, war schon der Star in „Die drei Musketiere“ und „Die Päpstin“.

 

Und Sarouc aus der Nähe von Bremen spielt wie schon im ersten Teil Bibis Schimmel „Sabrina“. Er kennt Chenuto gut, beide standen schon in „Ostwind“ vor der Kamera. Für die Mädchen, die „Bibi und Tina“ lieben und die Tage bis zum Filmstart zählen, sind das wichtigste Informationen.

 

„Bibi und Tina“, 1991 gestartet, ist mit 77 Folgen und 17 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten Hörspielproduktionen Deutschlands. Ganze Generationen von Mädchen entdeckten so ihre Liebe zu Pferden. Silvia Hemmerling, Diplom-Psychologin und Reitlehrerin im brandenburgischen Paretz, erklärt das Phänomen: „Mädchen ist das Thema Beziehung wichtig. Sie suchen einen starken Freund, dem sie vertrauen können, und da ist das Pferd ein idealer Partner.“

 

Und Bibi-und-Tina-Regisseur Detlev Buck sagt: „Das Arbeiten mit Pferden und Kindern ist ganz besonders, weil der Spaß im Vordergrund steht.“ Lina Larissa Strahl (16), die die „Bibi“ im Film spielt, über die Faszination Pferd: „Die Tiere strahlen so eine Stärke, Ruhe und Treue aus.“ Tina-Darstellerin Lisa-Marie Koroll (16) meint: „Wenn Pferde in der Nähe sind, fühle ich mich einfach wohl.“

 

Während sie das sagt, grast Chenuto alias Fantastico auf einer Wiese vor Schloss Vitzenburg. Man könnte ihn für ein normales Pferd halten, in Wahrheit ist er aber ein Star für Millionen von Mädchen.

Redaktion
on 23. Mai 2017

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