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Björn Casapietra
dpa
Vaterfreuden für Björn Casapietra
Ein Baby für Björn: „Es war ein unbeschreiblicher Augenblick“

Seit Sänger und Schauspieler Björn Casapietra die 30 überschritten hat, tat er kund: „Ich möchte so gern Papa werden.“ Jetzt wurde sein größter Traum war

Bärbel Beuchler
on 7. Juni 2017

Keinem Moment fieberte er je sehnsüchtiger entgegen als diesem – der Geburt seiner Tochter Stella-Cheyenne. „Ich kann es kaum erwarten, sie endlich im Arm zu halten“, sagte er immer wieder, seit er wusste, dass seine Freundin Anne-Sophie ein Kind erwartet.

Jeder Zentimeter, den ihr Bauch wuchs, machte ihn glücklicher. Denn er brachte den Tag näher, an dem Björn Casapietra endlich Vater werden würde. Am 5. Januar um 11.45 Uhr war es soweit. Bei strahlendem Sonnenschein erblickte ein süßes Mädchen im Vivantes Klinikum Berlin-Friedrichshain das Licht der Welt. Natürlich war er bei der Geburt dabei. „Es war ein unbeschreiblicher Augenblick, als mir die Hebamme meine kleine »principessa« in den Arm legte“, erzählt der überglückliche Sänger, dessen italienisches Herz Freudensprünge machte. „Sie ist so klein, so zart, nur 50 cm groß und 3122 Gramm schwer. Aber sie hat den hübschesten Kussmund, den man sich vorstellen kann“, schwärmt er. Und wie die Fotos verraten, die er SUPERillu schickte, ist sie auch ein kleiner Schelm. Zieht eine freche Schnute und dreht dem Papa eine Nase.

Inzwischen sind Mutter und Tochter zu Hause in Eichwalde, wo sich Björn und Anne-Sophie eine hübsche Wohnung eingerichtet haben. „Gerade ist die Hebamme da und schaut sich bei uns um. Wir haben ja beide noch keine Erfahrung, wie man mit einem Baby umgeht“, sagt der 38-Jährige. Aber er ist zuversichtlich, dass sich alles gut entwickelt. „Ich glaube, man hat einen Instinkt als Mutter und auch als Vater, wenn man sich so sehr ein Kind wünscht, wie ich.“

Mit Haspe auf Tour

Am liebsten würde er die Kleine immerzu knuddeln und mit sich herumtragen. „Ich habe glücklicherweise noch ein paar Wochen Zeit, mich ganz intensiv mit meiner Prinzessin zu beschäftigen. Ich bin erst wieder ab März mit meinem Bruder Uwe Hassbecker auf Tour. Unsere Konzerte 2008 liefen so toll, dass wir noch einen zweiten Teil im März, April und Juni dranhängen.“ Für Björn Casapietra hat das Leben erst mit dem Baby seinen wirklichen Sinn bekommen. „Jetzt wird es so, wie ich es mir seit meiner Kindheit erträumt habe. Ich habe eine Frau, die ich über alles liebe, und eine süße Tochter. Ich weiß endlich, wofür ich auf der Bühne stehe, warum ich das alles mache.“

Tränen der Kindheit

Seine eigene Kindheit war nicht unglücklich. Aber glücklich auch nicht. Er hat es vermisst, von Mama oder Papa in den Arm genommen  oder  getröstet zu werden, wenn er traurig war. „Ich bin mit einem Kindermädchen aufgewachsen, weil meine Mutter als Primadonna der Staatssoper viel in der Welt unterwegs war. Und meinen Vater sah ich noch seltener. Ich lebte fast immer allein in unserem haus in Rauchfangswerder, hatte nur meine drei Freunde und meinen Dackel Kitty.“ Die Operdiva Celestina Casapietra und der Generalmusikdirektor Herbert Kegel (†1990) ließen sich scheiden, als ihr Sohn 13 Jahre alt war. Die zerbrochene Familie schürte seine Sehnsucht nach einem eigenen intakten Familienleben. Die Suche nach der richtigen Frau dafür brauchte Zeit. „Für meine ersten Beziehungen war ich nicht reif genug, später waren es Frauen, sie sahen nur ihre Karriere, hatten kein Interesse an Kindern. Ich muss zugeben, dass mir zwischenzeitlich der Glaube an die wahre Liebe verloren gegangen war.“

Das große Glück

Vor zwei Jahren kreuzte sich sein Lebensweg mit dem von Anne-Sophie. „Ich verliebte mich sofort in ihre atemberaubenden Augen und musste sie ansprechen.“ Ganz langsam wurde aus dem spontanen Gefühl Liebe. Denn trotz ihrer Jugend hatte die Zahntechnikerin genaue Vorstellungen von ihrem Leben. „Sie wollte eine Familie und Kinder und kam von ganz allein darauf zu sprechen. Das hat mich umgehauen“, erinnert sich Björn. Nun ist sein Glück erst mal perfekt. Am 18. Februar feiert er seine 39. Geburtstag und sagt: „Ein größeres Geschenk als Stella-Cheyenne gibt es für mich nicht.“ SUPERillu-Autorin Bärbel Beuchler wird die kleine Familie in ihrem neuen Heim Anfang Februar besuchen und die ersten Fotos mitbringen.

Bärbel Beuchler
on 7. Juni 2017

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