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Andreas Gabalier im hessischen Großenlüder
A. Wetzel/SUPERillu
Andreas Gabalier
A. Wetzel/SUPERillu
Andreas Gabalier und SUPERillu-Reporterin Susi Groth
A. Wetzel/SUPERillu
Gabalier ist am 27. Oktober im MDR
J. Weyrich/SUPERillu
Die Familie Gabalier
C. Bruna
Andreas Gabalier im Interview
Der Elvis aus der Steiermark

Er nennt sich „VolksRock’n’Roller“. Mit seinem Hirschgeweih-Mikrofon, mit der Pomade-Tolle, seiner Whiskeystimme und seinem Arschwackler mischt Andreas Gabalier die Volksmusikszene auf

Susi Groth
on 29. Mai 2017

Andreas Gabalier (27) nennt sich „VolksRock’n’Roller“. Mit seinem Hirschgeweih-Mikrofon, mit der Pomade-Tolle, seiner Whiskeystimme und seinem Arschwackler mischt der Österreicher die Volksmusikszene auf. SUPERillu-Reporterin Susi Groth hat ihn vor und hinter der Bühne erlebt.

Er trägt die Haare wie Elvis, hat einen mindestens genauso sexy Hüftschwung drauf und bringt die Mädels allerorten so zum Kreischen wie damals sein Idol. Andreas Gabalier, 27 Jahre, geboren und aufgewachsen in der Steiermark, Ex-Jura-Student und Lederhosenträger ist der neue Star der Volksmusik. Man nennt ihn wahlweise James Dean der Alpen, Justin Bieber der Volksmusik oder Elvis der Steiermark. Er selbst bezeichnet sich als „VolksRock’n’Roller“ und sein „Oaschwackler“ ist jetzt schon legendär. In seiner Heimat Österreich ist der Musiker bereits seit 2009 ein Volksheld. In Deutschland kennt man den feschen Buam seit seinen Auftritten bei Florian Silbereisen und Carmen Nebel 2011. Sein Hit „I sing a Liad für di“ wird seitdem auch hierzulande rauf und runter gespielt. Im März bekam er für diese Erfolgs-geschichte den Echo. SUPERillu-Reporterin Susi Groth hat den sexy „Almdudler“ bei einem seiner jüngsten Konzerte im hessischen Großenlüder getroffen und obwohl sie Thüringerin ist, ist sie extra für ihn in ihr Dirndl geschlüpft.

Andreas, du hast für dich die Bezeichnung „VolksRock’n’Roller“ kreiert. Was steckt dahinter?

Das ist eine Mischung aus volkstümlicher Musik, Rockelementen und dazu die kreischende Jugend vor der Bühne. Wie damals zu Elvis’ Zeiten ... Ich hab lange nach der richtigen Bezeichnung für meine Musik gesucht. Ich hab mich nie als wirklichen Volksmusikanten gesehen. Austro-Popper traf es auch nicht. Schlagersänger erst recht nicht. Niemand wusste, in welche Schublade er mich packen sollte. Deshalb hab ich mir selbst eine geschaffen.

Deine Frisur war nicht immer Rock’n’Roll. Du sahst vor ein, zwei Jahren mit deiner Fönfrisur noch viel braver aus. Seit wann trägst du die Elvis-Tolle?

Ich war damals bei Florian Silbereisens „Herbstfest der Volksmusik“. Da haben die Mädels aus der Maske gemeint, dass zu meinem Hüftschwung eine andere Frisur gehört. Dann haben sie drauflosgeschnitten und mir die Tolle verpasst. Die gehört seitdem zu mir.

Und wie kam es zu deinem zweiten Markenzeichen, dem Arschwackler? Hast du den stundenlang vor dem Spiegel geübt?

Nein, gar nicht. Der wurde irgendwann ganz spontan geboren. Der Chef meiner Promotion-Agentur, Sepp Adlmann, hat bei einer Fernsehsendung mal zu mir gesagt: „Mach halt irgendwas Verrücktes auf der Bühne, was du bei der Generalprobe nicht gemacht hast.“ Da hab ich, keine Ahnung warum, einfach die Hüften gedreht, und alles hat gekreischt.

In Österreich bist du schon längst ein Star. In Deutschland grassiert das Gabalier-Fieber erst seit letztem Jahr. Dabei bist du nicht mal gelernter Musiker ...

Ein Musikstudium hab ich nicht hinter mir, nein. Ich hab als Kind Klavier gelernt. Weil die Eltern das wollten. Aber mit 14 Jahren hab ich das sein lassen, mir eine Westerngitarre gekauft und Austro-Pop-Lieder nachgespielt, wenn ich nicht für die Schule lernen wollte. Vor fünf Jahren hab ich mir eine steirische Harmonika zugelegt, weil ich so ein leidenschaftlicher Bergsteiger bin. Das Spielen darauf hab ich mir selbst beigebracht.

Susi Groth
on 29. Mai 2017

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